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VITAMIN C

30. April 2023 | Martina Aichholz

Vitamin C gehört zu den am besten untersuchten Substanzen unserer Zeit. Deshalb wissen wir, dass selbst bei gesunder Ernährungsweise und äußerer Zufuhr Vitamin-C-Mangelerscheinungen auftreten können.

Obst und Gemüse enthalten heute aufgrund intensiver Landwirtschaft weniger Vitamin C als früher. Und: Die Menge an Vitamin C, welche dem Organismus über den Magen-Darm-Trakt zugeführt werden kann, ist begrenzt – die Nierenschwelle liegt 2 g am Tag, außerdem zeigen Studien, dass bei einem bestehenden Mangel der Blutserum Spiegel über oral aufgenommenes Vitamin C so minimal ansteigt, dass dies keine Wirkung hat. Beim Vitamin C liegt der Vorteil der Infusionstherapie ganz klar auf der Hand, die Hochdosisinfusionen sollten möglichst rasch verabreicht werden, da durch steigt der Serum-Spiegel mit Vitamin C so stark an, dass die Zielorgane ohne Probleme genügend Vitamin C „abgreifen“ können. Erst dann ist Besserung und Heilung möglich.

Zur Erhaltung des dann wieder gefüllten Speichers kann man mit einer individuell angepassten Vitamin C  Dosis oral weitergearbeitet werden. Jedoch sollte der Spiegel regelmäßig nachgemessen werden, um rechtzeitig bei einem erhöhten Bedarf eingreifen zu können.

Oft tritt ein erhöhter Bedarf an Vitamin C in folgenden Situationen auf:

  • Verminderte Leistungsfähigkeit, Müdigkeit, Stress, Erschöpfung

  • Bei Sportler

  • Virale Infekte und bakterielle Infekte

  • Pilze im Verdauungstrakt

  • Als begleitende Therapie bei schweren Stoffwechselstörungen

  • Begleittherapie von Chemo- oder Strahlentherapie

  • Behandlung chronischer Schmerzen

  • Entzündlich rheumatische Erkrankungen

  • Asthma bronchiale und chronische Bronchitis

  • Allergien

  • Angina pectoris (auch zur Vorbeugung)

  • Burn Out und Depressionen

  • Vorsorge und Therapie von Belastungen mit Umweltgiften, Schwermetallen und Lebensmittelzusatzstoffen

  • Alkoholentzug Raucherkur / Nikotinentzug

  • Vorbereitung auf Operationen

  • Senkung von Blutfettwerten und Cholesterinwerten

  • Durchblutungsstörungen des Gehirns

Aber auch wenn die Darmschleimhäute geschädigt sind und damit eine Aufnahme nur eingeschränkt möglich ist, kann der Vitamin-C-Bedarf viel höher sein, als oral (d.h. über Tabletten) überhaupt zugeführt werden kann.

Es gibt viele gute Gründe über diese Therapie mit uns zu sprechen.

Nach einer Infusion mit hoch dosiertem Vitamin C ist der Vitamin-C-Spiegel im Blut vorübergehend so hoch, dass auch Gewebe mit besonders hohem Bedarf wie die weißen Blutkörperchen, die Hirnanhangdrüse, die Nebennieren, auch die Augenlinse, ausreichend versorgt werden können.

Wie viel Vitamin C braucht der Mensch?

Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Ein gesunder Erwachsener (70kg) ohne Stress benötigt etwa 1 bis 3 g Vitamin C täglich. Bei Krankheit und schwerem Stress müsste ein Erwachsener sogar 3 bis 17 g Vitamin C einnehmen, diese Menge könnte über den Darm pro Tag nicht aufgenommen werden. Sicher ist, dass die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung nach unserer Erfahrung viel zu gering ist.

Warum Vitamin C?

Die oben stehende Liste zeigt die Notwendigkeit einer ausreichenden Vitamin C Versorgung.

Bei chronischem Vitamin C Mangel entstehen immer wieder Risse in den Gefäßwänden und infolge der daher pausenlos ablaufenden Reparaturvorgänge entstehen immer mehr Ablagerungen an der Innenseite der Gefäßwände (Arteriosklerose), die früher oder später zu ernsthaften Herz- und Gefäßkrankheiten führen. Heute sind Herz- und Gefäßkrankheiten mit Abstand die häufigste Krankheits- und Todesursache in der westlichen Welt. Von vielen Wissenschaftlern sorgfältig durchgeführte Studien zeigen eindeutig, dass ein Hauptfaktor für das Auftreten von Herz- und Gefäßkrankheiten die Mangelversorgung mit Vitamin C ist . (natürlich gibt es Risikofaktoren: zu fettes Essen, Rauchen, übermäßiger Alkoholgenuss und zu wenig körperliche Bewegung).

Was bewirkt Vitamin C im Körper?

  • Vitamin C unterstützt das Abwehrsystem. Leukozyten (weiße Blutkörperchen) funktionieren erst dann gut, wenn sie hohe Konzentrationen an Vitamin C enthalten und sich „vollsaugen“ können. Vitamin C wird quasi zur „Munition“ gegen Eindringlinge umgebaut.

  • Es erhöht die Antikörper-Produktion. Vitamin C macht freie Radikale und Abfallstoffe unschädlich, die in großen Mengen während des „Auffressens“ und der Abtötung von Mikroorganismen gebildet werden. Vitamin C stimuliert in der Thymusdrüse die Bildung von Abwehrzellen, die besonders bei Viruserkrankungen benötigt werden.

  • Vitamin C erhöht die Produktion von Interferon. Interferone haben eine krebshemmende Wirkung und normalisieren eine übersteigerte oder auch ungenügende Abwehrfunktion des Organismus. Die Nebenniere bildet Hormone wie z.B. Adrenalin, welche stark auf das Immunsystem wirken. Auch die Nebenniere saugt das Vitamin C in sich auf.

  • Vitamin C spielt eine regulierende Rolle im Gehirnstoffwechsel und beeinflusst dadurch die Stressantwort des Körpers. Es konnte bewiesen werden, dass die Produktion von Botenstoffen im Gehirn gefördert wird und auch bei Depressionen wirkt. Die Hirnanhangdrüse (die übergeordnet steuernde Hormondrüse) enthält mit die höchsten Konzentration an Vitamin C von allen Organen!

  • Vitamin C ist lebenswichtig für Bindegewebe, Herz und Blutgefäße. Vitamin C ist unentbehrlich für die Herstellung von Bindegewebefasern wie Kollagen, Elastin und anderen Bindegewebsmolekülen. Es ist unentbehrlich für die Herstellung und die Instandhaltung von Gefäßwänden und Knorpel.

  • Vitamin C fördert die Umwandlung von Cholesterin in Gallensäuren; auf diese Weise ist Vitamin C imstande, einen erhöhten Cholesteringehalt des Blutes zu senken. Andererseits kann Vitamin C den Spiegel des „guten“ Cholesterins im Blut anheben. Beide Prozesse werden als günstig für Herz und Blutgefäße angesehen.

  • Vitamin C schützt vor „Freien Radikalen“. Freie Radikale sind aggressive und sehr reaktionsfreudige Substanzen, die durch körpereigene Stoffwechselprozesse entstehen oder im Organismus durch zugeführte chemische Substanzen (Rauch) und Strahlen gebildet werden. Der Organismus verfügt über unterschiedliche sogenannte „antioxidative“ Schutzsysteme, die diese freien Radikale sofort wieder auffangen und vernichten. Unter bestimmten Bedingungen (Strahlenbelastung, chronische, oft unterschwellige Entzündungen) ist die Bildung freier Radikale so stark erhöht, dass die alltäglichen Konzentrationen der körpereigenen Schutzsysteme nicht ausreichen. Dann können freie Radikale große Schäden anrichten. Sie schädigen z.B. Zellwände, das Erbgut und wichtige Eiweißverbindungen in der Zelle. Die Folge sind degenerative Veränderungen und beschleunigte Alterungsprozesse.

  • Vitamin C regt das Entgiftungssystem an und senkt die Schwermetallkonzentrationen von Blei, Quecksilber, Kadmium und Chrom.

  • Vitamin C verhindert die Bildung von Nitrosaminen. Nitrosamine gehören zu den stärksten krebserregenden Substanzen überhaupt und werden aus Nitrat und Nitrit im Darm von Bakterien gebildet.

  • Vitamin C wirkt aufnahmefördernd für die Vitamine A, E, B3, B5, B6 und auf die Mineralstoffe Calcium, Eisen, Kobalt, Kupfer und Natrium. Vor allem beim Eisen ist Vitamin C besonders wirksam.

 

Sie werden schon nach kurzer Zeit mehr Wohlbefinden und Vitalität spüren und eine deutliche Verbesserung Ihrer Gesundheit. 

Vitamin C Mangel führt unter anderem zu Beschädigungen und Rissen in den Wänden von Arteriolen, Arterien und Herzkranzgefäßen und zu zunehmenden arteriosklerotischen Veränderungen der Wände dieser Blutgefäße. Diese Veränderungen sind in der westlichen Welt sehr weit verbreitet.

 

Jeder zweite Europäer stirbt heute an den Folgen von arteriosklerotischen Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen (Herzinfarkt) oder den Hals- und Gehirnarterien (Schlaganfall), wobei dies keineswegs eine Krankheit erst des fortgeschrittenen Lebensalters ist. Bereits im Alter von 30 Jahren leidet jeder zweite Mensch an beginnender Arteriosklerose. Im Frühstadium treten nur selten Beschwerden auf, sodass der frühzeitige Beginn der Herzerkrankung oft zu spät erkannt wird. Vitamin C ist das wichtigste wasserlösliche Antioxidans im Körper, das unter anderem die Herzkranzgefäße gegen Schädigung durch freie Radikale schützt.

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