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EPIGENETIK

26. März 2023 | Martina Aichholz

Wie kann ich mein epigenetisches „Gepäck“ umprogrammieren? 

Jeder bekommt von seinen Vorfahren bestimmte Gene (Veranlagungen) vererbt. Veranlagung zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bestimmten Krebsarten, Diabetes, Depressionen,…..

Dies bedeutet jedoch nicht unweigerlich dass wir an diesen Krankheiten auch erkranken. Hierzu gibt es Studien, die an eineiigen Zwillingen durchgeführt wurden. Aber was macht den Unterschied und wodurch entstehen beim Einen diese Krankheiten und beim Anderen nicht. Warum werden Gene angeschaltet oder abgeschaltet. Wie können wir das beeinflussen.

 

Hier kommt unser Lebensstil ins Spiel. Wenn wir den Diabetes als Beispiel betrachten so zeigt sich in den Laborwerten -vorausgesetzt die Werte werden gemacht- schon lange bevor ein Diabetes entsteht ein Langzeitzuckerwert im oberen Bereich (alles über 5) oder ein bereits erhöhter HOMA-Index, das bedeutet das bereits eine Insulinresistenz der Zellen vorliegt. Jetzt entscheidet der Lebensstil und die Veränderung ob der Patient einen Diabetes in den nächsten Jahren bekommt oder nicht.

Patient A macht weiter wie bisher mit wenig Bewegung der guten schwäbischen Küche, die aus vielen Kohlenhydraten wie Spätzle und dem klassischen Vesper besteht und das Frühstück aus Brötchen mit selbstgemachter Marmelade, dazwischen hin und wieder ein Stück Kuchen, eine Butterbrezel oder Obst.

 

Gemüse, Hülsenfrüchte, Salate? Eher weniger. Bewegung? Fehlanzeige. 

Hier ist es keine Frage ob der Patient einen Diabetes bekommt, sondern nur noch wann.

Patient B möchte auf keinen Fall einen Diabetes, beginnt sich im Alltag mehr zu bewegen, macht regelmäßig kurze intensive Sporteinheiten (Ausdauer und Krafttraining) und stellt seine Ernährung um. Er macht Intervallfasten, verzichtet auf glutenhaltiges Getreide, verarbeitete Nahrungsmittel und Zucker, keine Zwischenmahlzeiten und erhöht seinen Gemüseanteil, dazu gibt es mageres Biofleisch oder Geflügel, sowie Meerestiere. Er läßt seine Mikronährstoffe und seine Darmflora überprüfen und füllt die leeren Speicher auf und saniert sein Darmmikrobiom, da er jetzt weiß dass viele Mikronährstoffe, Hormone und Vitamine beim An- und Abschalten der Gene eine große Rolle spielen. 

Bei der nächsten Überprüfung seiner Laborwerte zeigt sich kein Risiko mehr für das Entstehen eines Diabetes, vorausgesetzt er behält diesen Lebensstil bei.

Du entscheidest!

Dies war nur ein Beispiel im Schnelldurchlauf und natürlich kommen auch noch Aspekte wie Atemübungen, Resilienzen aufbauen, Meditation und andere Dinge bei der Behandlung mit ins Spiel.

Je früher ein gesunder Lebensstil gewählt wird, desto besser für unsere Nachkommen, dies gilt besonders für junge Paare die Kinder planen. Je besser der Lebensstil bereits vor der Befruchtung und dann während der Schwangerschaft ist, desto bessere die genomische Prägung.

Wer neugierig geworden ist und mehr über seine Blutwerte und die Beschaffenheit seines Darmmikrobioms wissen möchte oder welche Ernährung wann für wen die Richtige ist kann sich gerne einen Termin in der Praxis geben lassen. 

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